Sempervivum am Tartscher Bühel

Der Tartscher Bühel mit seinen 1077 m Höhe

liegt im Vinschgau-Südtirol und gehört zu den Ötztaler Alpen.

An der Südseite des Bichl, so wird der Tartscher Bühel von den Einheimischen genannt, zeigen sich die gleichen besonders Wärme und trockenheitsliebenden (xerothermophile) Pflanzenarten wie man sie auch am Vinschgauer Sonnenberg findet.

Dreimal, immer Mitte Juli, hatten wir das Vergnügen

den Bichl zu besuchen.

Zusammen mit meiner Frau unserem Labbi ''Mex'' erkundeten wir 2010 den Bichl zum ersten Mal.

Der Typische Trockenrasen an der Südflanke war von der Hitze schon braun und vertrocknet, vermutlich ist das der Normalzustand zu dieser Jahreszeit.

Ganz ähnliche Bedingungen hatten wir auch 2013, mit der Ausnahme, dass in diesem Jahr wesentlich mehr Hauswurze (Semperviven) blühten.

Ein völlig anderes Bild der Flora am Tartscher Bühel erlebten wir, mein Freund Lothar Mayer und ich 2011. Der Bichl überraschte uns mit üppig blühenden Nelken,Steinbrech, Felsennelken, Fetthennen und Thymian.

Die Filzige Spinnweb-Hauswurz mit ihren glühend karminroten Blüten stahl allen die Schau. Es war ein großartiges und mit Sicherheit ein sehr seltenes botanisches Highlight das wir am Tartscher Bühel erleben durften.

Sempervivum arachnoideum ssp. tomentosum die Filzige Spinnweb-Hauswurz oder Silbermantelsteinwurz wie Karl Foerster die Silberspinner auch nannte.

Am Tartscher Bühel wächst S. arachnoideum ssp. tomentosum auf Glimmerschiefer.

Sempervivum arachnoideum ssp. tomentosum

Sempervivum tectorum

Sempervivum x fauconnetii

Die Eltern zusammen mit ihren Kindern.

Oben: Der erste Elternteil S. tectorum. In der Mitte:

Die Hybride S. x fauconnetii und der zweite Elternteil

S. arachnoideum ssp. tomentosum wächst dazwischen.

Sempervivum x fauconnetii wurde auch beschrieben als Sempervivum x fauconnettii var. flavipilum(Hausmann G. D. Rowley).

Im Sukkulenten-Lexikon von Urs Eggli wird die Hybride S. arachnoideum ssp. tomentosum x S. tectorum zu Sempervivum x fauconnetii gestellt.