Wildbienenhaus - Nisthilfe mit Dachbepflanzung



Ein absolutes Herzensprojekt, das mir auch nach fast 20 Jahren jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht zaubert! Es ist einfach unglaublich zu beobachten, wie dieses selbst gebaute Wildbienenhaus über zwei Jahrzehnte hinweg zum lebendigen Mittelpunkt im Garten wurde. Noch immer schwärmen die Wildbienen hier so zahlreich und geschäftig wie am ersten Tag. An der Bepflanzung habe ich nie wieder etwas verändert. Die Natur hat Regie geführt – über die Jahre haben sich Saxifraga, Draba und eine Sempervivum-Hybride ganz von alleine angesiedelt und fühlen sich wohl an ihren Platz.




Im ersten Jahr habe ich das Dach mit verschiedenen Hauswurzen sowie den faszinierenden Sedum sempervivoides (Prometheum sempervivoides) und Sedum pilosum (Prometheum pilosum) bepflanzt.




Da Sedum sempervivoides und Sedum pilosum in der Regel zweijährig sind, ist ein wenig gärtnerisches Fingerspitzengefühl gefragt. Damit mir diese charmanten Kostbarkeiten erhalten bleiben, säe ich sie regelmäßig aus – so bleibt die Pracht Jahr für Jahr lebendig.


Hier zeigt sich Sedum pilosum in seiner ganzen, prachtvollen Schönheit. Doch das ist noch nicht alles: Ein absoluter Blickfang direkt daneben sind die leuchtend gelben Sempervivum heuffelii. Diese botanischen Schätze haben eine ganz besondere Geschichte: Sie stammen aus einer Aussaat der Sorte 'Lemon Sky' im Garten meines geschätzten Pflanzenfreundes Volkmar Schara. Er schenkte mir diese Pflanzen damals als junge Sämlinge – und schon in diesem frühen Stadium hat uns ihre unglaubliche, strahlend gelbe Leuchtkraft völlig in den Bann gezogen!

Besuch von einem echten Fachmann: Der renommierte Pflanzenkenner und Päonien-Spezialist Bernhard Röllich – Herausgeber des Standardwerks ‚Steingarten der sieben Jahreszeiten‘ – bewundert hier die eingewachsene Dachbepflanzung meines Wildbienenhauses. Über die Jahrzehnte haben einige alpine Raritäten den Weg aus seiner Heimat, dem sächsischen Rathmannsdorf, zu mir nach Mittelfranken gefunden.

Ein ganz besonderer Stolz sind die seltenen Saxifraga-Sorten: Bernhard bringt von seinen jährlichen Besuchen im weltberühmten englischen RHS Garden Wisley immer wieder botanische Kostbarkeiten mit. Dank seiner Großzügigkeit bereichern heute einige der prachtvollsten Silberrosetten-Steinbreche meinen Garten, darunter die absolut fantastische Saxifraga 'Southside Red'!