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Callianthemum kernerianum

 

 

Schmuckblume

Auf den Höhen des Monte Baldo, weist der Fremdenverkehrsverband mit einer großen Tafel auf die botanische Besonderheit dieser Gipfeltour hin.
Kerners Schmuckblume" (Callianthemum kernerianum) ist am Gardasee oder etwas genauer: am Tremalzo und am Monte Baldo endemisch.
Endemisch" werden in der Biologie Pflanzen oder Tiere bezeichnet, die nur in einem bestimmten, räumlich klar abgegrenzten Gebiet vorkommen. Man muss aber zur rechten Zeit unterwegs sein, denn bald nach der Blüte wirft die kleine Pflanze die Kronblätter ab und ist dann nur noch von Kennern eindeutig zu identifizieren.
Wer das kleine Hahnenfußgewächs entdecken will, sollte im Mai/Juni auf steinigen Rasen und Feinschutt in einer Höhe von 1600 bis 1800 m Ausschau halten. Meine Suche nach dem schmucken Pflänzchen in Felsspalten blieb indessen erfolglos.
Neben einer schier unüberschaubaren Zahl von Hochgebirgspflanzen möchten wir Ihnen nur noch einen Enzian vorstellen.
Es ist übrigens nicht immer leicht zu entscheiden, welchen der beiden blauen Enziane mit trichterförmiger Krone man vor sich hat. Wir dürfen aber annehmen, dass an felsigen Stellen die Bestimmung eher auf den Stengellosen- oder Clusius Enzian" (Gentiana clusii) lautet und an humosen, angesäuerten Standorten mit dem Kochschen Enzian" (Gentiana acaulis) gerechnet werden muss.
In manchen Bestimmungswerken wird der Unterschied zwischen den beiden Arten so dargestellt: Bei dem Kochschen Enzian, seien die Buchten zwischen den verwachsenen Kelchzipfeln breit und man könne eine weißliche Verbindungshaut erkennen; sie erscheint gewissermaßen etwas verwaschen oder verkocht", während bei dem Clusius- Enzian die Buchten zwischen den Kelchzipfeln eher spitz zulaufen und keine farbliche Veränderung feststellbar sei.

 

Kerners Schmuckblume (Callianthemum kernerianum), am Monte Baldo
Kochs Enzian (Gentiana acaulis) am Monte Baldo