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Saint-Vincent/Aostatal

Das Aostatal gehört zu den schönsten italienischen Ferienregionen in den Westalpen. Hochgebirge mit zahlreichen Viertausendern und ausgedehnten Gletschern begrenzen die Tallandschaft im Norden und Westen. Und im Süden ist es der nicht minder spektakuläre Gran Paradiso, der dem Tal als Ausgangspunkt für bergsteigerische und/oder naturkundliche Unternehmungen eine herausgehobene Rolle zuweist.
Wir, mein Freund Lothar Mayer und ich, verbrachten in den letzten Jahren immer wieder einige Tage in diesem Gebiet: der Semperviven und Saxifragen wegen...
Im Bild: Blick in das Aostatal mit dem Filzigen Spinnweben-Hauswurz (Sempervivum arachnoidem ssp. tomentosum).

Auf Urgestein mit einer sehr geringen Humusauflage fühlt sich der Filzige Spinnweb-Hauswurz (Sempervivum arachnoidem ssp. tomentosum) ganz besonders wohl und bildet eine Blütenstraße, die geradewegs in den Himmel zu führen scheint.

Bei Pflanzen spricht man nur dann von Albinismus, wenn die grünen Pflanzenteile weiß sind keine Photosynthese betreiben und somit kein Chlorophyll produzieren können. Albinos können nicht überleben. Im Fall der abgebildeten Pflanze (Sempervivum arachnoideum ssp. tomentosum) fehlen lediglich Blütenfarbstoffe. Die Photosynthese in den silbrig übersponnenen Blättern verläuft vermutlich ungestört.

Blütenfarbstoffe herzustellen ist ein sehr komplexer Prozess, an dem eine ganze Reihe von Enzymen beteiligt sind. Wird dieser Prozess gestört, weicht die Blütenfarbe mehr oder weniger stark von der normalen Farbe ab. Es kann nicht vorhergesagt werden, ob die Pflanze auch im nächsten Jahr in der gleichen Farbe blüht. Dass sich aber ein Störungsmuster über Jahre gleicht, ist eher unwahrscheinlich. Indessen: Sollte die Pflanze in 2015 abermals weiß blühen, müsste man eine Genveränderung unterstellen.

Bildergalerie: Saint-Vincent

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